DACHAUFSTOCKUNG – WOHNRAUM SCHAFFEN IM BESTAND

Vorgefertigte Holzbauelemente für Aufstockungen

Für Dachaufstockungen können Wand-, Decken- und Dachelemente im Werk vorbereitet und auf der Baustelle montiert werden. Je nach Projekt lassen sich Fenster, Dämmung, Installationen sowie Innen- und Außenbekleidungen bereits in der Werkfertigung integrieren oder vorbereiten.
Der hohe Vorfertigungsgrad kann die Montage auf der Baustelle strukturieren und die Bauzeit vor Ort reduzieren. Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem vom Planungsstand, dem Umfang der Arbeiten, der Logistik, den Witterungsbedingungen und den Anforderungen des Bestandsgebäudes ab.

Brandschutz und Genehmigung

Brandschutzanforderungen werden bei jeder Dachaufstockung projektbezogen geplant. Maßgeblich sind unter anderem Gebäudeklasse, Nutzung, Gebäudehöhe, Flucht- und Rettungswege sowie die vorhandene Konstruktion.

Je nach Bauaufgabe können geprüfte und klassifizierte Holzbauteile eingesetzt werden. Ob eine Ausführung in Gebäudeklasse 4 oder 5 möglich ist, muss anhand der konkreten Konstruktion, der erforderlichen Nachweise und der geltenden bauordnungsrechtlichen Anforderungen geprüft werden.

Auch ein neues Treppenhaus in Holzbauweise kann – abhängig vom Gebäude und der Genehmigungsplanung – realisiert werden.

Dachaufstockung mit hohem Vorfertigungsgrad

Die Fertigung in der Werkhalle ermöglicht eine präzise Vorbereitung der Bauteile und eine koordinierte Abstimmung der beteiligten Gewerke. Je nach Ausführung können unter anderem folgende Elemente vorgefertigt werden:

  • Wand-, Decken- und Dachelemente
  • Fenster und Fenstertüren
  • Dämmung
  • Installationen
  • Innenbekleidungen
  • Außenfassaden
  • Dachaufbauten und Gauben

Die Montage vor Ort kann dadurch planbarer und mit kürzeren Arbeitsabläufen auf der Baustelle umgesetzt werden. Eine vollständig witterungsunabhängige Montage kann jedoch nicht zugesichert werden.


 

Mögliche Vorteile einer Dachaufstockung
  • zusätzlicher Wohn- oder Nutzraum auf einem bereits bebauten Grundstück
  • Nachverdichtung ohne Inanspruchnahme eines neuen Baugrundstücks
  • geringes Eigengewicht von Holzkonstruktionen, abhängig vom Bauteilaufbau
  • hoher Vorfertigungsgrad
  • strukturierte Montage auf der Baustelle
  • Möglichkeit zur Verbesserung der Gebäudehülle im Zuge der Baumaßnahme
  • Integration von Dämmung, Fenstern und Haustechnik in ein Gesamtkonzept
  • Aufstockung im bewohnten Zustand möglich, abhängig vom Bauablauf
  • Treppenhauslösungen in Holzbauweise möglich
  • projektbezogene Lösungen für unterschiedliche Gebäudeklassen

Energie und Förderung

Im Zuge einer Dachaufstockung kann die Gebäudehülle beispielsweise durch eine neue Dachdämmung, Fassadendämmung oder den Austausch von Fenstern energetisch verbessert werden. Ob sich der Energiebedarf tatsächlich reduziert, hängt von der bestehenden Konstruktion, dem geplanten Bauteilaufbau, der Anlagentechnik und dem Nutzerverhalten ab.

Für bestimmte Maßnahmen können staatliche Förderprogramme infrage kommen. Förderfähigkeit, Förderhöhe und technische Anforderungen ändern sich regelmäßig und sollten deshalb vor Beginn der Planung aktuell geprüft werden.

Dachaufstockung Projekte