Die Sanierung bestehender Gebäude gewinnt an Bedeutung. Mit vorgefertigten Holzbauelementen lassen sich Fassaden, Fenster und weitere Bauteile bereits im Werk vorbereiten. Das kann die Montage auf der Baustelle strukturieren und die Bauzeit vor Ort reduzieren.
Die serielle Sanierung eignet sich insbesondere für Bestandsgebäude mit wiederkehrenden Grundrissen und ähnlichen Fassaden. Je nach Gebäude können Mauerwerks-, Beton- oder andere Bestandskonstruktionen mit vorgefertigten Holzfassadenelementen saniert und energetisch verbessert werden.
Bei der seriellen Sanierung wird das Bestandsgebäude zunächst digital erfasst und vermessen. Auf Grundlage dieser Daten werden die Fassadenelemente geplant und im Werk vorgefertigt.
Je nach Ausführung können die Elemente bereits enthalten:
Die vorgefertigten Fassadenelemente werden anschließend zur Baustelle transportiert und dort montiert. Der genaue Aufbau hängt vom Bestand, dem Sanierungskonzept, den bauphysikalischen Anforderungen und dem gewünschten energetischen Standard ab.
Die Vorfertigung kann den Umfang bestimmter Arbeiten auf der Baustelle reduzieren und dadurch den Bauablauf unterstützen. Je nach Projekt lassen sich auch Bauzeiten und Beeinträchtigungen für Bewohner und Nachbarschaft verringern.
Eine belastbare Aussage dazu erfordert die Betrachtung des konkreten Gebäudes, des Sanierungsumfangs, der Logistik, der Montageplanung und der bewohnten Nutzung.
Seriell sanierte Gebäude können – abhängig von Bestand, Konstruktion, Gebäudehülle, Anlagentechnik und Energieversorgung – auf einen definierten Effizienzhaus-Standard hin geplant werden.
Auch Anforderungen an die Nachhaltigkeitsklasse NH und eine Zertifizierung nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) können bei geeigneten Projekten berücksichtigt werden. Ob ein konkretes Gebäude diese Anforderungen erfüllt, wird anhand der jeweiligen Berechnungen, Nachweise und Zertifizierungsvorgaben geprüft.
Dies gilt grundsätzlich auch für die serielle Sanierung von Gebäuden mit Mauerwerkskonstruktionen.
Für bestimmte Sanierungsmaßnahmen können Förderprogramme infrage kommen. Fördervoraussetzungen, Boni, förderfähige Maßnahmen und Fristen ändern sich regelmäßig. Die Förderfähigkeit sollte daher vor Planungs- und Baubeginn anhand der aktuell geltenden Anforderungen geprüft werden.
In München-Allach wurde ein fünfgeschossiges Bestandsgebäude mit einer dreigeschossigen Dachaufstockung und einer seriellen Fassadensanierung in Holzbauweise weiterentwickelt.
Für die Sanierung und Aufstockung kommen vorgefertigte Holzrahmenelemente zum Einsatz. Sie werden im Werk präzise vorbereitet und anschließend auf der Baustelle montiert. Dadurch lassen sich Bauabläufe strukturiert planen und die vorhandene Gebäudesubstanz gezielt erweitern.
Das Projekt verbindet serielle Sanierung, Dachaufstockung und Nachverdichtung. Auf diese Weise entsteht zusätzlicher Wohnraum innerhalb eines bereits bebauten Stadtgebiets.
