Holz-Beton-Hybridbauweisen verbinden die Tragfähigkeit und Speichermasse einer Betonkonstruktion mit den Eigenschaften vorgefertigter Holzelemente. Je nach Gebäude, Nutzung und statischen Anforderungen können Betondecken, Stützen oder Kerne mit vorgefertigten Holzfassaden und Wandbauteilen kombiniert werden.
Die konkrete Konstruktion wird projektbezogen nach statischen, bauphysikalischen, brandschutztechnischen, energetischen und gestalterischen Anforderungen geplant.
Bei einer Holz-Beton-Hybridbauweise können tragende Bauteile wie Stützen, Decken oder Erschließungskerne in Beton ausgeführt werden. Vorgefertigte Wand-, Fassaden- oder Dachelemente aus Holz werden anschließend montiert und bilden – abhängig vom Gebäudekonzept – wesentliche Teile der Gebäudehülle.
Die Holzbauteile können dabei Funktionen für Wärme- und Witterungsschutz übernehmen. Anforderungen an Schall- und Brandschutz werden für jedes Projekt anhand der Nutzung, der Gebäudeklasse, der Bauteilaufbauten und der geltenden technischen Vorgaben festgelegt und nachgewiesen.
Durch die Vorfertigung im Werk lassen sich Bauteile und Anschlüsse frühzeitig koordinieren. Das kann die Montage auf der Baustelle strukturieren und den Bauablauf unterstützen. Die tatsächliche Bauzeit hängt unter anderem vom Projektumfang, dem Planungsstand, der Logistik und den Baustellenbedingungen ab.